Troodos
Ausläufer des mächtigen Gebirgszuges des Troodos reichen bis tief in den Westen Zyperns. Die höchste Erhebung ist der Olympos mit 1.952 m. Schon immer boten seine schattigen, sich über viele Kilometer erstreckenden Kiefernwälder im Sommer Erholung und Erfrischung. Sanfte Hügel und steile Hänge, enge Täler und tief eingeschnittene Schluchten bieten viel Abwechslung. Wer seinen Winterurlaub auf Zypern verbringt, könnte hier – nur eine halbe Stunde von der Küste entfernt – Ski fahren. Selbst im Hochsommer herrscht im Troodos-Gebirge ein angenehm mildes Klima.
Hier gibt es eine artenreiche Tierwelt mit Adlern, Füchsen und den letzten freilebenden Mufflons, eine abwechslungsreiche Vegetation mit Aleppo-Kiefern, Zedern, Platanen und viele größere und kleinere Dörfer mit z. T. atemberaubenden Ausblicken in die Täler und über die Berggipfel.
Im Troodos gibt es zahlreiche Kirchen und Klöster (das bekannteste und reichste ist das auf 1.270 m Höhe gelegene Kykkos-Kloster), deren Ikonen und Wandmalereien vielfach (fast) unberührt erhalten geblieben sind. Neun byzantinische Kirchen hat die UNESCO als Weltkulturerbe gewürdigt, ihr Freskenschmuck in heute noch glühenden Farben geht bis in das 11. Jahrhundert zurück.
Pissouri
Das Dorf Pissouri ist wahrscheinlich das einzige Dorf an der Küste Zyperns, das seine originelle Architektur und Umgebung behalten hat. Das Dorf befindet sich auf den Klippen, ca. 250 m über dem Meeresspiegel. Häuser wurden vorwiegend aus soliden Steinwänden gebaut. Das Dorfzentrum wurde, mit Hilfe der Regierung, bewahrt, so dass der dortige Dorfplatz, der umgeben ist von kleinen familiengeführten Restaurants und Cafes, sowohl bei den Zyprioten als auch bei den ausländischen Besuchern sehr beliebt ist.
Lemessos/Limassol
Die quirlige Stadt Lemessos an der Südküste besticht vor allem durch die Lebensfreude, die ihre Bewohner ausstrahlen. Idylle sucht man hier vergebens, doch das frühere Türkenviertel und die griechische Markthalle bilden Oasen in der von Neubauten und Handel geprägten Stadt. Endlose Strände, edle Hotels und ein abwechslungsreiches Nachtleben locken ein buntes Publikum an.
Nicht nur wegen der wunderbaren Aussicht auf die Altstadt und den Hafen sollte man die mächtige Zitadelle besuchen. Gebaut wurde sie auf den Trümmern einer byzantinischen Festung, in deren Kapelle Richard Löwenherz Berengaria heiratete.
Kourion
Kourion war ein bedeutendes antikes Stadtkönigtum und ist eines der eindrucksvollsten archäologischen Stätten der Insel. Ausgrabungen bringen immer neue Schätze ans Licht. Das großartige griechisch-römische Theater, das im 2. Jh. v. Chr. erbaut wurde, ist vollständig restauriert. Heute finden darin musikalische Veranstaltungen und Theateraufführungen statt. Das Haus des Eustolios, ursprünglich eine römische Privatvilla, diente in frühchristlicher Zeit als öffentliches Erholungszentrum. Es enthält eine Badeanlage, deren Räume mit schönen Mosaikböden aus dem 5. Jahrhundert ausgestattet sind. Die frühchristliche Basilika aus dem 5. Jahrhundert war wahrscheinlich die Kathedrale von Kourion. An der Nordfassade befand sich eine Taufkapelle. Das Haus des Achill und das Haus der Gladiatoren sind ebenfalls mit beeindruckenden Mosaikböden geschmückt. Das Nymphäum – einer Wassernymphe geweiht – stammt aus der römischen Periode. 1 km westlich, rechts der Straße nach Pafos, befindet sich das Stadion. Es wird auf das 2. Jahrhundert datiert.
Kolossi
Auf dem Weg nach Pissouri passieren wir Kolossi. Ein hervorragendes Beispiel für Militär-Architektur. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und Mitte des 15. Jahrhunderts in die heutige Form gebracht. Nach dem Fall von Akkon (Acra) im Jahr 1291 diente sie dem Ritterorden der Johanniter als Komturei (Kommandantur). Im 14. Jahrhundert geriet sie für ein paar Jahre in den Besitz des Templerordens. Neben der Burg befindet sich die Ruine einer Zuckerrohrfabrik aus dem 14. Jahrhundert.
Larnaca
Die zwei Welten von Larnaca liegen in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Auf der einen Seite herrscht die Hektik der Moderne – große Einkaufsboulevards, Hotelburgen und der Flughafen, der erste Berührungspunkt der meisten Zypernreisenden mit der Insel; andererseits vermitteln das alte Türkenviertel rund um die Moschee und die verwinkelte Altstadt mehr als nur einen Hauch von Orient und Tradition.
Kilometerlange Strände ziehen Einheimische und Touristen an; die mondäne Uferstraße verbindet das Meer mit der Stadt. Hier feiern die Bewohner Larnacas auch alljährlich zu Pfingsten den Kataklysmos, ein riesiges, buntes Volksfest zum Gedenken an die Rettung der Menschheit vor der Sintflut.
Stolz thront das Hafenkastell an der Uferpromenade, dessen Museum allerlei Aufschluss über Vergangenes gibt.
Lefkara
Lefkara ist ein malerisches Bergdorf, berühmt wegen der als “Lefkaritika” bekannten Spitzen und wegen der Silberschmiede-Arbeiten. Nach der Überlieferung besuchte einst Leonardo da Vinci das Dorf und kaufte ein Altartuch für die Kathedrale von Mailand. Das schöne Haus des Patsalos beherbergt das Museum der Spitzen und Silberwaren von Lefkara.
Pafos (Paphos)
Pafos – der legendäre Geburtsort der Aphrodite, Liebes- und Schönheitsgötting, ist für seine archäologischen Schätze bekannt. Es liegt an der süd/westlichen Küste der Insel und wird im Norden vom Troodos Gebirge geschützt. Aus diesem Grunde genießt Pafos ganzjährig das gesündeste Klima im Mittelmeerraum.
Die landschafliche Umgebung ist mit ihren fruchtbaren Ebenen, Zitronenplantagen, steinernen Meeresbuchten, sandigen Stränden und kristallklaren Wasser friedvoll und schön das ganze Jahr über.
Der Hafen in Pafos mit seiner antiken Festung und den Mosaiken des Dionysios, Gott des Weines, mit seinen schönen Kirchen und klösterlichen Antiquitäten haben UNESCO dazu bewegt, diese Stadt in die Liste des weltlichen Kulturerbes mit aufzunehmen.
Heute ist Pafos nicht nur für seine prächtigen archäologischen Schätze und seine uralten Legenden berühmt, sondern gilt auch als eine fortschrittliche Stadt. Die Stadtverwaltung hat viel in ihre Staudämme, den Bau von Wasserleitungssystemen, in die Autobahn und den Ausbau des internationalen Flughafens in Pafos investiert, während sich die Privatinitiative sich vorwiegend mit dem Bau von Hotels, Wohnungen und Villen, Restaurants und dem Unterhaltungssektor beschäftigte.











